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MANU FACTUM 2013

 

Der Wettbewerb

Der Wettbewerb zur manu factum wird alle zwei Jahre ausgeschrieben. In den Werkbereichen SCHMUCK, GERÄT AUS METALL, HOLZ, TEXTIL/LEDER, KERAMIK, STEIN, GLAS und FOTOGRAFIE/PAPIER stellen die besten Kunsthandwerker des Landes ihr Können unter Beweis. An dem renommierten Wettbewerb können Gestalter teilnehmen, die in Nordrhein-Westfalen leben und arbeiten – beispielsweise als Keramikerin, Steinmetz oder Tischler. Rund 350 Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker bewerben sich regelmäßig um die Teilnahme an der Ausstellung und um einen der begehrten Staatspreise. Viele von ihnen besitzen, zusätzlich zur klassischen handwerklichen Ausbildung, auch einen Abschluss als Designer. Sie haben zum Beispiel an einer der Fachhochschulen im Lande oder einer der Akademien für Gestaltung im Handwerk studiert. Die manu factum wird in diesem Jahr zum 26. Mal gemeinsam von der Landesregierung und der Arbeitsgemeinschaft des Kunsthandwerks (AdK NRW e. V.) durchgeführt.

 

Die Landesausstellung

Die Landesausstellung präsentiert die Arbeiten der erfolgreichen Wettbewerbsteilnehmer, in diesem Jahr insgesamt 107 Exponate. Gezeigt wird ein Querschnitt des aktuellen zeitgenössischen Kunsthandwerks. Handwerkliche Präzision und innovativer Gestaltungswille sind dabei ebenso gefragt wie der experimentelle Umgang mit dem Material. Die Auswahl aus den eingesendeten Bewerbungen trifft eine Jury aus Fachleuten, die nicht aus NRW stammen. Ein zweistufiges anonymes Verfahren garantiert die gleichbleibend hohe Qualität der Ausstellungsstücke; gleichzeitig dient die manu factum der Ermittlung der Staatspreise im Kunsthandwerk NRW. Über die Vergabe der Preise entscheidet eine weitere Kommission – bestehend aus Vertretern des (Kunst)Handwerks, der Wissenschaft, der Architektur und der Museen sowie der Ministerien und der Staatskanzlei.

In der Ausstellung hat formal strenges Design seinen Platz neben dem verspielten, mit leichter Hand geschaffenen Entwurf. Dominiert im einen Jahr der schlichte Gebrauchsgegenstand, fasziniert im nächsten die freie künstlerische Arbeit. Diese Bandbreite ist erlaubt – und gewünscht. Die Ausstellung wird so zu einer Plattform, um sich interdisziplinär auszutauschen und das eigene Schaffen einem breiten Publikum zu präsentieren. Gleichzeitig spiegeln die Veränderungen, denen die manu factum im Laufe der Zeit unterworfen war, auch die Entwicklung im Kunsthandwerk: So wurde bis Mitte der 70er Jahre noch zwischen sakralem und profanen Gerät aus Metall unterschieden. Wer in der 50-jährigen Geschichte der manu factum stöbert, stößt nicht selten auf berühmte Namen – auch Carl Pott war seinerzeit Staatspreisträger.

Die manu factum findet in wechselnden Museen im Rheinland und im Ruhrgebiet statt und war zuletzt im Jahr 2003 in Dortmund zu Gast. Schirmherrin der Landesausstellung ist NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

 

Der Staatspreis

Der Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen ist der bedeutendste und mit insgesamt 45.000 Euro am höchsten dotierte Preis im Kunsthandwerk in Deutschland. Er wird seit den sechziger Jahren von der Landesregierung für herausragende Leistungen kunsthandwerklichen Schaffens vergeben und soll den kleinen, aber feinen Bereich zwischen Kunst und Handwerk als Teil der nordrhein-westfälischen Wirtschaft befördern.

2013 wurden Staatspreise in allen acht Kategorien verliehen, einen Sonderpreis gab es im Bereich STEIN. Die neun Preisträger werden in einer Feierstunde von NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin persönlich ausgezeichnet. Der Staatspreis ist nicht nur Auszeichnung für geleistete Arbeit, sondern auch Ansporn für die weitere berufliche Entwicklung. Eine Person kann den Staatspreis nur einmal erhalten, die mehrmalige Teilnahme an der manu factum ist jedoch möglich und demonstriert kunsthandwerkliches Arbeiten auf kontinuierlich hohem Niveau.